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8. Mai 2010: Oberbürgermeister Stephan Weil besucht die Nordstadt

Am 19.04.2010 besuchte unser Oberbürgermeister Stephan Weil gemeinsam mit dem OV Nordstadt und der Bezirksbürgermeisterin Nord Einrichtungen und Gruppen unserer Nordstadt. Der Oberbürgermeister zeigte sich beeindruckt und lobte das Engagement und die Arbeit der besuchten Einrichtungen und Gruppen.
Das Treffen mit dem Oberbürgermeister fand auf dem Engelbosteler Damm vor dem Café Bagel Brothers statt. Bei Ankunft konnte sich der OB sogleich ein Bild von der angestrengten Verkehrssituation am Engelbosteler Damm machen. Ein Lieferfahrzeug blockierte die linke Fahrspur und sorgte für einen kleinen Stau. Der OB nahm es pragmatisch, verlies sein Dienstfahrzeug und ging die letzten Meter zu Fuß. Der bestellte Sonnenschein sorgte für einen herzlichen Empfang mit den Vertretern des OV Nordstadt und Bezirksbürgermeisterin Edeltraut-Inge Geschke. Der Wirt des Café Bagel Brothers lies sich die Gelegenheit nicht nehmen ebenfalls den OB in der Nordstadt zu begrüßen. Stephan Weil nutzte die Gelegenheit für eine kleine Stärkung, kam er doch direkt vom Messerundgang der Hannover-Messe mit der Bundeskanzlerin. Im Sonnenschein ging es dann zu Fuß zur Anna-Siemsen-Schule. Der Oberbürgermeister nutzte die Gelegenheit des Fußweges um mit der mulitkulturellen Mischung der Bürger der Nordstadt ins Gespräch zu kommen. Anna-Siemsen-Schule (Berufsbildene Schule 7 Region Hannover http://www.anna-siemsen-schule.de/) Frau Achtenhagen, die Schulleiterin, und Ihr Kollegium begrüßten den OB herzlich im Foyer der Schule. Der Rundgang in der Schule begann mit dem Besuch der Kochschule das Fachbereich Hauswirtschaft (http://www.anna-siemsen-schule.de/hauswirtschaft/hw_projekte.htm). Dort wurde das Projekt der Nordstädter Kindertafel vorgestellt. Die Schülerinnen bereiten täglich eine warme Mahlzeit für Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen und übernehmen neben der Zubereitung auch die Essenausgabe im Keller der Lutherkirche. Als nächstes wurde der Anna-Shop im Umfeld Schule besucht (http://www.anna-siemsen-schule.de/). Im Anna-Shop werden die aus allen Abteilungen selbst gefertigten Produkte verkauft. Der Shop soll den realitätsnahen Umgang der Schüler/innen mit den Kunden im Stadtteil fördern. Als nächtes wurde die Abteilung Textiltechnik und Bekleidung besucht. Die verschiedenen Disziplinen Maßschneider/in, Modenäher/in, Änderungsschneider/in, Maßschneiderhelfer/in und Textilreiniger/in wurde erläutert. Die Schülerinnen und Schüler sind auch regelmäßig auf der Infa mit einem eigenen Stand und Modenschau vertreten und ihre Arbeitsergebnisse zu präsentieren. Auf dem Weg zum Abschlussgespräch im Büro der Schulleiterin Achtenhagen wurde dem OB gemeinsame Arbeiten der Schülerinnen und Schüler zum Leitbild der Schule präsentiert. Die Schülerinnen und Schüler der Anna-Siemsen-Schule sind in ihrer Herkunft bunt gemischt. Aktive Integrationsarbeit gehört zum Kernbestand der Schularbeit. Stephan Weil freute sich über die erfolgreiche und wichtige Arbeit. Transkultureller Pflegedienst (http://www.transkultureller.de/) Nächste Station war der Transkulturelle Pflegedienst. Auf dem Weg dorthin zeigte sich der OB beeindruckt von dem Wandel in der Nordstadt. "Ein schöner Stadtteil" ist das geworden, äußerte sich der OB zufrieden. Der Transkulturelle Pflegedienst ist eine besondere und außergewöhnliche Einrichtung in seiner Branche. Fernando Angel Cubillos, der Geschäftsführer, begrüßte den OB herzlich und führte ihn durch die Einrichtung. "Durch Erfahrungen im Umgang mit deutschen Pflegebedürftigen aber auch mit Pflegebedürftigen aus verschiedenen Kulturkreisen, entstand die Motivation, einen übergreifenden Pflegedienst für alle Kulturen ins Leben zu rufen. In diesen Pflegedienst sollten die Kultur und die Gewohnheiten jedes einzelnen Menschen besondere Beachtung finden. Unsere Mitarbeiter werden für diese besondere Beachtung sensibilisiert. So wird der Mensch zum zentralen Punkt unseres Handelns. Norddeutsche, Süddeutsche, Nordeuropäer, Asiaten - egal welchem Kulturkreis unser Kunde angehört: Er wird mit Respekt und Beachtung seiner Gewohnheiten behandelt und versorgt.", so der Geschäftsführer in der Präsentation des Leitbildes des Pflegedienstes. Bei einem multikulturellen Buffett hatte der OB mit den Angestellten des Pflegedienstes ins Gespräch zu kommen. Stephan Weil genoss das lockere Gespräch und zeigte sich hocherfreut. "Solche Einrichtungen sind gut für die Menschen und die Stadt", so sein Fazit. Elektrowerk Behncke (http://www.behncke.de/) Das Elektrowerk Behncke ist ein seit 90 Jahren ansässiger mittelständischer Betrieb in der Nordstadt und sollte dem Oberbürgermeister nicht vorenthalten werden. Der Geschäftsführer, Herr Torsten Behncke begrüsste den OB und freute sich über dessen Besuch. Herr Behncke präsentierte dem OB die vier Tätigkeitsfelder Elektromaschinenbau, Elektromotorenhandel, Transformatorenbau und Elektroanlagenbau und leitete persönlich die Betriebsbesichtigung. Der OB zeigte sich beeindruckt von der hohen Qualität des Betriebes. Stephan Weil erkundigte sich nach der Lehrlingssituation und der Betrieb mit dem Schulabschlussniveau zufrieden sei. Herr Behncke wies den OB auf die schwierige Schulabschlussqualität hin, die mit für eine schwierige Lehrlingssituation verantwortlich ist. Der OB will sich im Rahmen seiner Möglichkeiten der Sache annehmen. Nordstädter Wirtschaftsforum "Nordstadt Leben" (http://nordstadtleben.org/) Am Abend fand im "Spandau" das Treffen mit dem Nordstädter Wirtschaftsforum "Nordstadt Leben" statt. Der OB lobte das Engagement der Geschäftstreibenden, sie hätte für einen neuen unverwechselbaren Flair gesorgt. Die Teilnehmer des Forums nutzten die Gesprächsmöglichkeit mit dem OB um auf ihre Belange hinzuweisen. So gelten die angespannte Verkehrssituation, die Sauberkeit in den Strassen wie auch die schwierige Kinderbetreuungssituation als problematisch. Als entwicklungshemmend wurde fehlender Wohnraum angesprochen. Gerade Familien mit höherem Platzbedarf fänden kein ausreichendes Angebot im Stadteil. Mögliche Erweiterungsfelder liegen im Bereich der Bahn-Immobilien wo die Stadt nur schwer Einfluss nehmen kann. Stephan Weil will Möglichkeiten für eine entspanntere Verkehrssituation, sowie das Sauberkeitsproblem prüfen lassen. Im Hinblick auf die Kinderbetreuungsmöglichkeiten verweist der OB auf die schwierige haushaltliche Lage in der Stadt, versprach aber eine Überprüfung organisatorischer Abläufe. Die positive Nutzung der Bahn-Immobilien (z.B. ehemaliger Güterbahnhof) sei eine Herzengsangelegenheit der Stadt, aber dieses Gelände sei privat und man könne leider nur begrenzt Einfluß nehmen. Weiterhin wurde eine bessere Koordination stadtteilbezogener Aktivitäten des Forums mit der Verwaltung abgesprochen. Im gemütlichen Beisammensein klang der Abend dann aus. Die Bezirksbürgermeisterin und der Vorstand des OV Nordstadt dankten abschließend Stephan Weil für seinen Besuch, der eine wichtige Wertschätzung der Einrichtungen und Gruppen in der Nordstadt bedeutete.

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